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Re: Sehen


DAS BEWUSSTSEIN SEHEN

Geschrieben von Floco Tausin am 06. Dezember 2005 19:52:38:

Als Antwort auf: Re: Sehen geschrieben von Thomas am 29. November 2005 15:17:38:

Hallo Thomas

hier einige Antworten:

> Dann werden die Mouches Volantes wohl als Anhaltspunkte auf dem Weg zur leuchtenden Kugel benutzt. Sozusagen als abstrakte Landkarte, die einem zeigt wo man sich befindet und wo es lang geht.

Sie sind beides: Übungsobjekt und Orientierungshilfe auf dem Weg innerhalb dieser leuchtenden Bewusstseinsstruktur.

> Sind die Übungen, die Du oben erwähnst in deinem Buch beschrieben? Ansonsten finde ich die Beschreibung "in das Bild zu gehen" und "Energie in das Bild zu geben" sehr schön und treffend.

Ja, du wirst die Übungen im Buch finden, die mich Nestor gelehrt hat.

> Castaneda hat dazu Techniken wie das Gehen mit angehaltenem Dialog und das Gaffen empfohlen, die sehr wirkungsvoll sind. Außerdem gibt es als körperliche Übungen "Tensegrity", das er vor einigen Jahren erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat.

Nestor hat hier eine offene Haltung: Er hat mich zwar ganz konkrete Übungen gelehrt, anderseits ist er der Ansicht, dass auch andere Übungen zum Erfolg führen können. Was Castaneda als „angehaltener Dialog“ und „Gaffen“ bezeichnet, wird in etwa das „Auflösen der kleinen Welt im Bild“ und das konzentrierte Sehen auf einen einzigen Punkt sein. Und anstelle von Tensegrity hilft auch Yoga oder Tai Chi sehr gut. Es kommt nicht so sehr auf die entsprechende Übung darauf an. Wichtig ist, dass es sich um Übungen handelt, die das Körperbewusstsein und die Konzentrationsfähigkeit fördern. Und wichtig ist dann, dass man wirklich konsequent übt.

> Gerade wenn man in einer Stadt wohnt ist es schwierig von der allgemein vorherrschenden Aufmerksamkeit und Energie wegzukommen und in das Bild zu gehen. Castaneda hat dafür die Technik des Pirschens gelernt, was so viel bedeutet, wie das Bild festzuhalten und sich ohne das es bemerkt wird durch den Alltag zu bewegen. Im Emmental ist das sicher einfacher. (-: Wie kommst Du damit zurecht? Oder gibt es spezielle Übungen, die Nestor dafür hat?

In Städten kann es wirklich anstrengender sein, nach Bewusstsein zu streben. Denn hier wird man eher abgelenkt, und das permanente Dröhnen von Autos und Maschinen trüben das Bewusstsein. Anderseits nützt auch die Stille einer Wüste nichts, wenn man nicht wirklich lernen und sich weiterentwickeln will - da kann diese Stille ein Angstgefühl auslösen. Da ich zwischen dem Emmental und der Stadt Bern hin und herpendle, kenne ich beide Welten. Beide haben ihre Vorteile und ihre Herausforderungen. Letztlich denke ich, dass jeder Mensch, egal wo er lebt, die Möglichkeit hat, zu mehr Energie und Bewusstsein zu kommen. Spezielle Übungen gibt es hier nicht, ausser dein aufrichtiges und tiefes Verlangen, dein Bewusstsein weiterzuentwickeln. Dieses wird dich mit der Zeit in eine natürlichere und stillere Umgebung bringen.

Beste Grüsse
Floco Tausin


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