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Scharfe Bilder beim Doppeln?


DAS BEWUSSTSEIN SEHEN

Geschrieben von Floco am 20. November 2006 15:56:32:

> Geschrieben von Karl, auf: http://f51.parsimony.net/forum203221/messages/162.htm


> Hallo und Danke für die Übung.
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> Ich habe beide Arten des Schielens geübt.
> Jedoch ist es mir beim Doppeln nicht möglich die zwei Bilder scharf zu sehen.
> Während dies beim in die Ferne schielen gut möglich ist.
> Dabei habe ich das Doppeln über Monate geübt, ich kann auch alles Doppeln und > festhalten, nur eben nicht scharf.
> Das in die ferne schielen hab ich jedoch recht schnell (1 Woche) erlernt und auch zu zwei scharfen Bildern gebracht.
> Woran kann meine unschärfe beim Doppeln liegen?
> Ich trage eine Brille und bin Kurzsichtig.
> Für Tipps bin ich dankbar.

> Viele Grüße
> Karl

Hallo Karl

Das Doppeln ist eine Augenübung, die die Augenmuskeln trainiert, unsere Konzentrationsfähigkeit steigert und uns die Funktionsweise der beiden Augen bzw. Hirnhälften bewusst macht.
In der Lehre von Nestor ist das Doppeln Teil eines entsprechenden Lebenswandels, der zur befreienden Erkenntnis der Relativität des Bildes führen soll: nämlich dass wir mit unserer Energieabgabe (Ekstase) die Grösse und Schärfe des Bildes verändern können. Beim Doppeln ziehen wir den Konzentrationspunkt auf eine nähere Schicht (nach Nestor besteht unser Bild aus verschiedenen Bewusstseinsschichten), in der Absicht, das Bild vollständig auf jene projizieren und somit schärfer und grösser sehen zu können.


Die Schärfe beim Doppeln hängt zunächst von folgenden Faktoren ab:

1) deine Sehschärfe: Es geht nicht darum, beim Doppeln gleich gestochen scharfe Bilder zu sehen. Das kann ich auch nicht. Versuche zunächst einfach die Unschärfe bewusst wahrzunehmen, dann verschiedene Grade der Schärfe/Unschärfe auszuloten und zu erkennen. Die Sehschärfe ist auch nicht immer gleich. Nach meiner Erfahrung variiert sie je nach psychischer Verfassung (entspannter, ruhiger, wacher = schärfere Bilder) und Lichtverhältnissen (hellere Lichtverhältnisse = schärfere Bilder).

2) die Stärke des Doppelns: je weiter du die zwei Bilder auseinander schiebst, desto unschärfer werden sie. Unscharfe Bilder beim Doppeln ist also normal. Dopple weniger stark, um die Bilder schärfer zu sehen (ist in meinem Buch beschrieben).

3) das Gefühl in den Augen: Das Doppeln beansprucht verschiedene Augenmuskeln, nämlich die Augenapfelmuskeln, die du für das Nach-innen-Wenden der Augen brauchst, sowie diejenigen, die die Linse (und somit die Sehschärfe) regulieren (Ziliarmuskel). Mit der Zeit lernst du, die beiden Muskeln zu unterscheiden, so dass du selbst bei extremem Doppeln die Linsenmuskeln entspannt lassen kannst (= schärfer sehen). Mit dem Doppeln übst du also auch die Entspannung in der Anspannung.

Noch ein Tip: Geduld! Wie oben angetönt ist das, was das Bild schliesslich gross und scharf werden lässt, ein für Menschen auf der rechten Seite des Bewusstseins extrem seltenes Ereignis: Die Projektion des Bildes auf eine nähere Schicht, die in intensiven Bewusstseinszuständen bei genügender Offenheit und ekstatischer Entspannung erfolgt. Dies ist es, was Nestor und die Seher der linken Seite immer wieder erleben und anstreben. Nur wird dies eben nicht durch das Doppeln allein geschehen, sondern im Zusammenhang mit einer entsprechenden Lebensweise.

Floco



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