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Das Verhältnis von Geist und Materie


DAS BEWUSSTSEIN SEHEN

Geschrieben von Hans-Josef am 16. November 2004 09:38:02:

Sehr geehrter Herr Floco Tausin,

Mich beschäftigt schon seit meiner Kindheit das Problem, wie es möglich ist,
dass ich die Welt unmittelbar so erleben kann, wie ich sie nun einmal
erlebe. Will ich der Sache nachgehen, bin ich zunächst auf die Untersuchung meiner Sinnesorgane verwiesen. Untersuche ich beispielsweise den Sehvorgang naiv empirisch, so tut sich der berühmte psychophysische Graben auf, der zwischen den physiologischen Vorgängen und dem Bewusstseinsinhalt besteht.
Der Seher Nestor erklärt die Außenwelt, kurz alle materiellen Gegebenheiten, die ich mit allen Sinnen erfahre, aus dem Bewusstsein (Geist?). Er gibt an, dieses Welt produzierende Bewusstsein zu sehen, d.h. das Sehen , Höhren , Greifen, Riechen usw. der Dinge zu sehen. Demnach enthielte das Bewusstsein unsere Welt, die sich uns in einer Art Optischen Täuschung als gespalten in erlebendes Subjekt und wahrgenommenes Objekt zeigt.
Ehrlich gesagt, ist diese Vorstellung für mich genauso fragwürdig wie die
rein materialistische Erklärung, wonach das Bwusstsein ein Epiphänomen des
Geistes ist.
Sollten wir nicht eher von den Phänomenen der Wahrnehmung selbst ausgehen
und sie für die ursprüngliche Lebnstatsächlichkeit nehmen und vorerst
akzeptieren, dass das Phänomen Wirklichkeit (Bewusstsein und in ihm erlebte/gespieglte Welt) ein tiefes Geheimnis darstellt.
Ich möchte keineswegs von vorneherein abtun, was der Seher Nestor sieht und
sagt. Ich setze das Fragezeichen eher aus philosophischer Neugier, um mehr
über diese ungeklärten Dinge zu erfahren. Wie denkt der Seher über sein
Lebensschicksal (Geburt, Tod, Ewigkeit, Gott usw. ..)?



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