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Re: Das Verhältnis von Geist und Materie


DAS BEWUSSTSEIN SEHEN

Geschrieben von Michael Mattstedt am 17. November 2004 18:15:38:

Als Antwort auf: Das Verhältnis von Geist und Materie geschrieben von Hans-Josef am 16. November 2004 09:38:02:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin durch "Zufall" (Resonanz) auf dieser Seite gelandet, weiss nichts über die weiteren Hintergründe Ihrer Diskussion. Bin über Ihre Überlegungen bzgl. Wahrnehmung gestolpert...

wie möchte ich etwas wahrnehmen, empfinden, sehen etc. können, wenn ich es nicht in mir trage.... Die Erkenntnis der "alten Völker", dass die Mikro- und Makrokosmen ineinander verwoben sind und sich gegenseitig bedingen, ja entsprechen ist auch Ausdruck dieser Erkenntnis.
Mit einem Unterschied: das heutige Lebensgefühl kennt so viel (scheinbare)Trennung der eigenen Existenz von der Mitwelt, dass wir uns bereits in der Betrachtung als aussenstehender Beobachter empfinden. Deshalb haben wir heute Vorstellungen und Interpretationen der alten Erkenntnisse und Weisheiten, die mit deren Wurzel und Kern zunächst gar nicht so viel gemein haben.

Es bereitet mir natürlich auch Freude diese so schwer greifbaren Zusammenhänge intellektuell zu erfassen und zu durchdenken, nur bitte ich zu bedenken, dass die Unterschiede der Ebenen von Emotion, Empfindung, Geist, Intellekt, Mentalebene, etc. in denen ich mich gerade bewege, nur empfindbar / wahrnehmbar sind. Das ist aber aus meiner Sicht nichts Besonderes, weil es ja Teil von uns ist. Es braucht nur die Bereitschaft mich darauf einzulassen, und...
es bis in die Materie meines Seins (die Taten der Körperlichkeit) durchlaufen zu lassen.

Der Schlüssel für die Entwicklung der sog. Fähigkeiten ist aus meiner Erfahrungswelt gekoppelt mit der authentischen Umsetzung in die Materie - dem Tun oder Einbringen im Leben. Und da liegt die Chance für unser aller (individueller und kollektiver Entwicklung. Es ist Ausdruck von: der Geist bildet die Materie!

Herzliche Grüße

Michael Mattstedt


>Sehr geehrter Herr Floco Tausin,
>Mich beschäftigt schon seit meiner Kindheit das Problem, wie es möglich ist,
>dass ich die Welt unmittelbar so erleben kann, wie ich sie nun einmal
>erlebe. Will ich der Sache nachgehen, bin ich zunächst auf die Untersuchung meiner Sinnesorgane verwiesen. Untersuche ich beispielsweise den Sehvorgang naiv empirisch, so tut sich der berühmte psychophysische Graben auf, der zwischen den physiologischen Vorgängen und dem Bewusstseinsinhalt besteht.
>Der Seher Nestor erklärt die Außenwelt, kurz alle materiellen Gegebenheiten, die ich mit allen Sinnen erfahre, aus dem Bewusstsein (Geist?). Er gibt an, dieses Welt produzierende Bewusstsein zu sehen, d.h. das Sehen , Höhren , Greifen, Riechen usw. der Dinge zu sehen. Demnach enthielte das Bewusstsein unsere Welt, die sich uns in einer Art Optischen Täuschung als gespalten in erlebendes Subjekt und wahrgenommenes Objekt zeigt.
>Ehrlich gesagt, ist diese Vorstellung für mich genauso fragwürdig wie die
>rein materialistische Erklärung, wonach das Bwusstsein ein Epiphänomen des
>Geistes ist.
>Sollten wir nicht eher von den Phänomenen der Wahrnehmung selbst ausgehen
>und sie für die ursprüngliche Lebnstatsächlichkeit nehmen und vorerst
>akzeptieren, dass das Phänomen Wirklichkeit (Bewusstsein und in ihm erlebte/gespieglte Welt) ein tiefes Geheimnis darstellt.
>Ich möchte keineswegs von vorneherein abtun, was der Seher Nestor sieht und
>sagt. Ich setze das Fragezeichen eher aus philosophischer Neugier, um mehr
>über diese ungeklärten Dinge zu erfahren. Wie denkt der Seher über sein
>Lebensschicksal (Geburt, Tod, Ewigkeit, Gott usw. ..)?



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